Vögel hängen
papieren am Ast
als Mobile gebastelt
hören den echten Vögeln
außen
durchs Fenster
beim singen zu
singen selbst nie
nur hören und schlafen
ausgeschnitten sein
und
durch Bleistiftstriche gefangen
in ihrer Emotion
hängen sie am Ast
Gespielinnen des Windes
Gefangene des Windes
Gebastelte des Kindes
Geklebte des Klebers
Vogelmobile
gibt es nicht
kein Mensch fährt
Vogel
Die Idee des Vogelmobile ist umso faszinierender da es doch den unbeschreiblichen Kontrast von den Boden der Tatsachen und der scheinbaren Abhängigkeit zur Luft auflöst! Obwohl man doch den Vogel für immer mit den Lüften verbinden mag, zeigt sich durch das Vogelmobile das die gefiederten Genossen auch Beine haben. Diese Beine werden viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt und das obwohl sie doch das Standbein zur Erde darstellen. Diese unbedingte, scheinbar belanglose Art das Vogelmobile in der Schlussfolgerung als nicht Existenz darzustellen, erzeugt im Bewusstsein der Schöpfung und der offensichtlichen Vogelbeine eine innerliche Diskrepanz der Wirklichkeit. Nun mögen Vogelbeine nicht als Räder bezeichnet werden, aber dienen sie doch der Fortbewegung. Aus diesem Grund halte ich diesen oft vernachlässigten Aspekt der Vogelkunde unabdingbar, zeigt er doch auch philosophische Tiefgang mit der dargestellten Metapher das auch ein Vogel nicht immer abgehoben sein kann - sondern auch den Boden der Tatsachen finden muss. Zur endgültigen Belehrung muss der Vogel das dann auch im Vogelmobile erfahren. Die Ironie ist dann jedoch in der Tatsache zu finden, dass der Vogel dann weder frei in der Luft, noch bodenständig ist - sondern aufgehängt an der Decke.
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